Website-Relaunch: Was Unternehmen vor dem ersten Designentwurf klären sollten
Ein Relaunch beginnt nicht mit Farben. Er beginnt mit einer klaren Entscheidung darüber, was sich im Markt und für Nutzer verändern soll.
Die gewünschte Veränderung benennen
Viele Relaunch-Briefings beschreiben Funktionen, Seitenzahlen und visuelle Vorlieben. Entscheidend ist jedoch die Veränderung dahinter: Soll die Marke anders wahrgenommen werden, sollen neue Zielgruppen erreicht oder komplexe Leistungen schneller verstanden werden?
Eine präzise Zieldefinition schützt das Projekt vor Geschmacksdiskussionen. Gestaltung kann dann daran bewertet werden, ob sie die gewünschte Wahrnehmung unterstützt.
Inhalte vor Layouts priorisieren
Design kann fehlende Beweise nicht ersetzen. Vor dem ersten Entwurf sollte geklärt sein, welche Aussagen, Referenzen, Prozesse und Ansprechpartner Vertrauen schaffen. Ebenso wichtig ist die Entscheidung, welche Inhalte nicht mehr übernommen werden.
- Welche drei Fragen müssen vor einer Anfrage beantwortet sein?
- Welche Inhalte belegen Kompetenz, ohne sie nur zu behaupten?
- Welche Seiten tragen organische Sichtbarkeit?
- Wer ist nach dem Launch für Pflege und Freigaben verantwortlich?
Migration ist Teil der Experience
Bestehende URLs, Rankings, Downloads und Formulare gehören in die Relaunch-Planung. Eine neue Oberfläche, die gewachsene Suchsignale oder zentrale Nutzerwege verliert, ist kein Fortschritt.
Redirects, Content-Mapping und technische Abhängigkeiten sollten deshalb parallel zur Informationsarchitektur entstehen und vor dem Launch überprüft werden.
Entscheidungen und Verantwortungen festlegen
Ein kleines, entscheidungsfähiges Kernteam beschleunigt Qualität. Rollen für Inhalt, Marke, Technik, Recht und finale Freigabe müssen vor dem Designprozess klar sein. So bleibt Feedback konkret und widerspruchsfrei.
